Punk ist tot!
Und Du bist als nächstes dran!

Allgemein

Ein Mensch der sich eigene nennt, frei ist, fühlt und denkt. Das ist ungefähr alles was es relevantes über mich zu sagen bzw. schreiben gibt. Ansonsten: Manchmal glücklich, aber meistens traurig. Aber das liegt in meiner Natur und ich ziehe es dem Plastiklächeln vor, dass sich so viele Menschen aufsetzen. Ich sehe Selbst-Bestimmung nicht als die Freiheit an, zwischen zig-beliebigen Produkten zu wählen und sie zu konsumieren, sondern sich alle für umsonst zu nehmen. bei Bedarf aber nie blind. Fühle mich der Natur verbunden und akzeptiere nicht wie rücksichtslos die Menschen mit dieser umgehen, selbst diejenigen die vorgeben sich für die einzusetzen, das aber nur für einen Bereich tun und in ihrer Doppel-Moral andere ausbeuten bzw. sich daran beteiligen. Ernähre mich daher Vegan, da das die einzige Konsequenz daraus ist und sehe es als die beste Entscheidung an, die ich in meinem Leben gemacht habe, da es viele weitere Bereiche berührt. Es heißt nicht nur Verzicht auf Fleisch, Milch und Ei, sondern im Grunde heißt das: Leben und leben lassen - und lieben! Eine Sache die ich nicht ausstehen kann, ist Menschen deren Existenz und Persönlichkeit auf Drogen und Lügen aufbauen.

Kein leichtes Vorhaben Worte zu finden um zu umschreiben was einen/eine so quält. Denn hinein geboren in eine Welt, in der sich menschlicher Wert sich an wirtschaftlichen Nutzen misst, bleibt wenig Platz für Gefühle die sich dem widerstreben und in der Schule lernt Mensch durch Tabletten wieder gesund zu werden und bereitet sich vor an der Maschinerie teilzuhaben. Punk mit den Ruf einer Gesellschaft ablehnender Kultur könnte als alternative gesehen werden, aber nach Jahren welche mit dieser auseinandergesetzt wurde, erweist sich dies nur als bedingt wahr. Ein paar Gedanken, die dazu gemacht wurden...

Ich würde mich nicht leichtfertig als Punk bezeichnen, wenn überhaupt, da Punk in der Regel überbewertet wird. Mensch kann noch so viele Aufnäher an seine Kleider anbringen, aber was letztendlich zählt ist die Einstellung. Daher ziehe ich es inzwischen vor mich als Mensch zu bezeichnen mit den Zusatz „der sich eigen nennt, frei ist fühlt und denkt“, anstelle von Punk. Also erzählt mir nichts von wie Punks auszusehen haben, denn die Einstellung trägt Mensch in sich, und ist vielleicht nebenbei was Äußerliches. Sonst seid ihr keinen Deut besser, als das was ihr beliebt "Die Massen" zu nennen und könnt das "Not" von Euren T-Shirts mit dem Schriftzug "Punk's not dead!" streichen. Punk ist nicht tot, aber Menschen wie Du töten ihn. Die Punk-Szene dieser Tage ist fast genauso schlecht, wie auf den Höhepunkt der Tage an denen Sex Pistols repräsentativ waren. Mit Bands die Scheiße preisen und von blinden Schafen gefolgt werden, die sich nicht weiter Gedanken machen, was überhaupt die Texte dieser Bands aussagen. Es sind die Bands mit leeren Aussagen und ebensolcher Anhänger. Es ist höchste Zeit, dass sich die intellektuelle Seite des Punk von den schwachsinnigen Elementen befreit, wie etwa: sich betrinken oder ausschließlich Scheiße von sich geben. Punk könnte so viel mehr sein, eine Einstellung, die sich in der Lebensweise widerspiegelt, wachsam und informiert zu sein und auf Dinge von Belangen aufmerksam zu machen. Eine Möglichkeit für Individuen ihre Ansichten über etwas Auszudrücken, welche ihnen ein ernstes Anliegen sind und für welche die Gesellschaft uns sonst kein Medium zur Verfügung stellt. Scheiß auf die Tratsch- und Klatscherfüllte Szene. Wir brauchen keinen, Punk der von Szene-Helden, wie Barbie-Puppen oder Action-Männer, geprägt ist. Wir brauchen keine stummen und tauben Punk-Anhänger, die nichts zu sagen haben außer ihr Verlangen nach Bier Kund zu tun und sicherzustellen, dass sie nicht überhört werden und nie hinhören wenn was von Belangen gesagt wird. Wir brauchen keinen Punk, wenn deren Lebensphilosophie heißt: "Lasst uns, uns betrinken und Scheiße machen.". Kein wunder, dass außen stehende Menschen den Punk nicht verstehen. Sie glauben wir sind Taugenichtse, die nichts wichtiges zu sagen haben. Dies ist das Ergebnis, derer Idioten, die sich als Punks verkleiden und von den Medien repräsentativ für uns alle, die eine zur Hochglanz-Gesellschaft alternativen Lebensstil anstreben dargestellt werden.

Wobei die Punks und deren Subgruppen einen gar nicht mehr so alternativen Lebensstil anstreben. Sie ähneln immer mehr den Durchschnitt der Bevölkerung, welche unter der Woche den Schulunterricht oder der Arbeitet nachgeht und sich vom Wochenende sich den Drogenkonsum und Clubs widmen. Mir fehlt es an Worten, wenn ich diese Oberflächlichkeit näher beschreiben sollte, einfach weil diese so erschreckend ist. Wir sind massiv zu dem geworden was wir immer betonen nicht zu sein und am meisten befürchten zu sein: Eine EXAKTE Kopie unseres Nächsten. Wir alle sehen gleich aus. Wir alle sprechen gleich. Wir sind das unvermeintlich letzte Glied einer Gesellschaft, die vergessen hat sich weiter zu entwickeln.

Die selbst ernannten Staatsfeinde dieser Tage haben keine Angst vor Autorität. Ganz einfach, weil sie die Konfrontation meiden. Sie ziehen es vor, Partys beizuwohnen, sich zu betrinken und sich anderswie als Helden hervor zu tun. Hey! Total toll, wie Du denn Mülleimer umgetreten hast! Aber natürlich kann sich so ein Mülleimer nicht wehren, nicht wahr? Versuchst doch mal mit dem Staatsapparat, Du Szeneheld! Wieso sind Konzerte so gut besucht und über Musik so gut verfügt, aber nur wenige dazu fähig einer Demonstration teilzunehmen oder sich ein gutes Buch zu leisten? Aber wenn Du das Geld für Drogen gebraucht hast und noch nicht nach den Konsum dieser am Abend zuvor zu Dir genommen hast hinweg bist oder Probleme hattest Deine ach so schicken Haare so hinzurichten wie auf den Bildern Deines Internet-Profils, dann habe ich selbstverständlich vollstes Verständnis dafür, dass Du es nicht auf die Demonstration schafftest oder anderswie die Worte Deiner Aufnäher in Taten umzusetzen. Und ändern kann Mensch an den bestehenden Verhältnissen sowieso nichts, darum bemühe ich mich am besten gleich überhaupt nichts zu ändern und erkläre den Konsum von Drogen zur einzig waren Rebellion. Durch die Illegalisierung dieser hat der Drogenkonsum bei den meisten selbsternannten Staatsfeinden, die Assoziation von Rebellion gegen die herrschenden Verhältnisse bekommen. Dieses Klischee gilt es allerdings kritisch zu hinterfragen. Wir sollten anfangen den allwöchentlichen Rausch nicht als etwas rebellisches anzusehen und darüber nachdenken, in wie weit nicht unsere Persönlichkeit und unserer kritische Weltanschauung davon beeinflusst oder gar ausgelöscht wird. Probleme lösen kann der Konsum von Drogen sowieso nicht. Dabei sind es gar nicht mal die Drogen an sich, sondern viel mehr die Unglaubwürdigkeit vieler. Das die (meist schwarze) Fahne, die bei jeder Gelegenheit so hoch gehalten , von einem Moment auf den anderen Fallen gelassen, wenn sich Drogen und es sich anderswie es sich leicht zu machen angeboten wird. Gehst Abends fort, betrinkst Dich und beschwerst Dich das die so angesagte Demonstration (Inhalte sind egal – dabei sein ist alles) am Tag darauf so früh anfängt. Ich werde einen Scheiß mit Dir feiern, Du bist mir so fremd wie noch was.

Musik

Musik ist ein gutes Medium um Ideen zum Ausdruck zu bringen und die bestehenden Herrschaftsverhältnisse anzuprangern. Auch kann sie Menschen in ihren Ansichten und Kampf um ein alternatives sein ermuntern. Aber Leider lässt sich durch Musik alleine nichts erreichen. Nichts wird sich ändern, dadurch das Menschen sich Tonträger von sich selbst feiernden Bands kaufen und sich mit den Aufnähern mit der in Ihren Liedtexten und Auftreten enthaltenen leeren Drohungen trägt. Nichts wird sich je durch Musik oder Mode allein ändern. Die Punk-Bewegung ist nur eine Abwechslung. Etwas um den Verstand derer Zugehörigen von der Realität des täglichen Lebens zu entwenden, indem sie ihnen Tonträger, Konzerte und T-Shirts oder Aufnäher gibt und dadurch das Gefühl dazu zugehören. Aber machen sich die wenigsten Gedanken darüber, zu wo und wozu. Diese Dinge können einen/einer was bedeuten, aber sind eben nichts weiter als Dinge und nichts was dem System zur Gefahr werden könnte.

Wir fühlen uns der alternativen Szene zugehörig, da es uns als Musiker erlaubt ist, Musik zu machen und selbstverwirklichungs- und profitloser Ethiken treu zu bleiben. Nur ist es schade, das auch in dieser Szene viele Menschen Alkohol, Äußerlichkeiten und Faulheit wichtiger nehmen als das sonst von ihren Vorbildern, den Bands gepriesenen Protest. Und auch da sei bemerkt: Singen ist leicht, aber oft zeigt sich, dass nicht jeder bzw. jede hinter dem steht was er bzw. sie singt. In Ihrer Reflektion der Gesellschaft, denken viele Punks sie seien sie in den kulturell besten Kreisen und tun dabei nichts weiter als Drogen zu sich zu nehmen und die Nächte um sich zu schlagen. Doch sollten wir uns mal umschauen... all die vielen Lieder, was haben sie bewirkt? Jeder Ansatz der in unsere Szene beliebter Slogans wird mit unreflektierten Gegrölle und angestoßenen Flaschen willkommen geheißen und es dabei belassen. Trotz ihrer Abneigung der Gesellschaft, profitieren sie von dem Wohlstand dieser und spielen ihre Rolle in der kapitalistischen Maschinerie. Was denken sie eigentlich wo ihr Alkohol und ihre Zigaretten herkommen?

Was passiert, wenn die Musik vorbei ist? Was passiert, wenn die Aufenthaltsräume und deren Theken geschlossen haben? Wenn Du nicht mehr Deine Befriedigung bekommst? Wohin willst Du gehen, wenn die Gesellschaft von der Dein unbeschwertes und wertfreien Daseins abhängig ist, Dich im Stich lässt? Dir das wenige Wertvolle was Du je besaßt verschwindet? Wenn Du Dich nicht länger auf die stupiden Originaltöne der Musiker, die Du verehrst oder die Endlosschleifen deren Tonträger verlassen kannst? Wenn Musik nichts weiter ist, als eine permanent stillstehende Situation der Wiederholung und Ablenkung. Ein konsumorientiertes Dasein, das Waren als Wert und Befriedigung als Überleben definiert, wenn die komplette Kultur auf Kacke und Trug aufgebaut ist, wo alles was Bedeutung hat bedeutungslos wird, alles was Schönheit besitzt steril gemacht und ignoriert wird? Musik, genau wie die Kultur die sie reflektiert, war noch nie so ungefährlich, kontrolliert, so selbstgefällig, so verdammt überflüssig, rückhaltlos und schwach. Und ich rede hier nicht ausschließlich von der Musik-Kultur der Massen, denn vieles ist inzwischen auch in alternativen Kulturen wahrnehmbar. Es gilt die Musik zu konsumieren, ihre Inhalte sind nichts weiter als Verzierung. Aber selbst zu der Musik der Kultur, die wir angehören, dürfen wir „Nein“ sagen und ihr den Konsum verweigern. Es gibt nämlich keine "Besten" unserer Szene. Wir sollten uns sogar weigern, Musik die solche Etiketten annehmen zu konsumieren um nicht anzusehen, wie auch noch diese zu einem weiteren Gebrauchsgegenstand wird – wenn nicht diese dann haben wir schon anderswo gesehen wie Idealismus ausbrannte und Mittelmäßigkeit zum Standard wurde. Manchmal wirkt sie schon fast etwas befremdlich, den deren Inhalt fehlt es an Belangen uns unsere Freiheit, wird zur Freiheit zur Mittelmäßigkeit. Scheiß auf die Szene und auf deren angsterfüllten Aufsteiger, auf die geilen Karrieregeier und ungebildeten Nachzügler, den Klatsch- und Tratscherfüllten Schwachsinn in der Szene. Die Zeit ist gekommen uns wieder zu nehmen, was uns gehört: Die Gefahr, die Schönheit, die Wut, die Liebe etc. und es den nutzlosen Händen der konservativen, selbstgefälligen und konsumorientierten zu entreißen.

Die Verfügbarkeit von Kunst ist der kritische Punkt. Jede Kunst muss kategorisiert werden, Produktorientiert und schließlich sterilisiert. Reduziert auf das Niveau eines Gerbauchsgegenstandes, der Unterhaltung dienen. Aber brauchen wir das? Wir brauchen weder Gebrauchsgegenstände noch Genres, sondern nur künstlerischen Anspruch und Ausbruch aus dieser Kategorisierung um die volle Pracht von Kunst zu erfahren. Wer braucht schon Punk-CDs mit Hochglanz Covern, in eingeschweißter Folie? Bedauerlicher Weise haben digitale Hochglanz Strukturen inzwischen auch Zugang zu alternativen Szenen gefunden (Markterschließung nennt sich so was, schätze ich) und sind erschreckend präsent. Alles eingeschweißt, mit einem Preisschild und Strichcode und fertig die Regale der gläsernen Konsum-Tempel der Musikindustrie zu füllen. Aber unsere Musik braucht keinen Strichcode und kein Preisschild, schließlich sollte die Musik die wir hören uns gehören und nicht dem Kommerz. Der Kommerz hat eine höllische Angst vor allem was kein Preisschild und Strichcode trägt. Und genau deshalb machen sie solche auf CDs bzw. deren Hüllen - um die zweieinhalb Minuten aus dem Leben eines Künstlers/einer Künstlerin, eines Menschen, einer Seele, einer Schönheit und Verzweiflung ihrer ursprüngliche Existenz auf ein Supermarkt-Produkt zu reduzieren. Genau deshalb sind die Besitzer der Strich-Code-Scanner auch die Besitzer der Pop-Musik und nun wohl auch von Punk. Die einzige Form von Kreativität die von dem Kommerz toleriert wird ist jene, die zum Konsum geeignet ist. Strich-Codes sind somit ein Symbol der Kontrolle, die Erkenntnis das jede Kreativität Zahlmeister braucht und jede Kunst ihren Preis hat. Doch welchen Wert hat Punk, wenn es nichts weiter ist als auf CD gebrannte Musik ist, die der Unterhaltung dient, irgendwann mal ausgedient hat und auf der Müllhalde landet?

Nichts dagegen einen gewissen Unkostenbeitrag für die Musik zu geben und der Künstlerin / dem Künstlerin das überleben und, wenn im Rahmen, das bestreiten des Lebensunterhalts mit dieser zu ermöglichen. Aber das Problem mit vieler der konventioneller Musik ist, dass sie im keinem Verhältnis zu den dem Künstler tatsächlich entstandenen Kosten steht.

Etwas anderes was ich schade finde ist, dass sich viele Menschen auf eine Musikrichtung beschränken und sie es vermeiden sich ihrer Vielfalt bewusst zu werden. Was letztendlich in gewisser weiße auch dazu führt, dass die Menschen verschiedener Szenen nicht zusammenfinden um was an den bestehenden Herrschaftsverhältnissen zu ändern. Selbstverständlich gibt es so was wie Musikgeschmäcker und es wäre Falsch jemanden einen anderen aufdrängen zu wollen, aber etwas Aufgeschlossenheit gegenüber andere wäre ein Gewinn für ihn, sowie als auch für die Szene dieser Musik-Kultur und nicht diese voreilig zu abzulehnen oder gar zu beschneiden. Um wirklich was an den bestehenden Herrschaftsverhältnissen zu ändern, die Szenemäßigen Merkmale ablegen und anfangen unseren Kopf zu benutzen. Und noch wichtiger, offen sein. Es dreht sich nicht alles nur um das was in unserer Szene geschieht, sondern um diese Gesellschaft, in der letztendlich wir alle eine Rollen spielen.

Kultur

Den Menschen fehlt es an Kultur und dabei meine ich nicht das von Medienindustrie zusammengestellte und vom Staat mitfinanzierte Programm, welches einen kommerziellen Hintergrund hat, sondern an Kultur von Menschen für Menschen, die frei verfügbar ist und kein Preisschild und Strichcode aufgedrückt bekommt. Aber es wird in dieser Gesellschaft eben auch nicht gerade gefördert seine/ihre eigene Kreativität zu entdecken bzw. es kann oft nur von einer Scheinkreativität gesprochen werden, die oft unbewusst von den Medien vorgeben wird. Aber wahre Kreativität lässt sich nun mal schwer kontrollieren und daher wird sie auch so sehr gefürchtet von diesen. So sind sich die wenigsten ihrer Fähigkeit zur Kreativität bewusst und ziehen es vor diese von anderen vor gelebt zu bekommen. Zumindest meinen viele es sei Kreativität was ihnen die Medien andrehen wollen. Wir brauchen mehr widerstreben den getreu zu werden und Wildheit, sowie Bereitschaft dafür auch gegen die geschriebenen, sowie ungeschriebenen Gesetzte dieser Gesellschaft zu verstoßen um den Produkt unserer Kreativität die bestmögliche Entfaltung und im besten Falle Aussage zu geben. Mensch schaue sich nur mal die in den letzten Jahren auf blühende Steetart-Szene an. Ohne diese wären wir wahrscheinlich bereits in unseren grauen und sonst lieblos gestaltenden Städte eingegangen. Aber auch ohne die Flächen zu bedecken, ist es schade, dass sich so viel ins Internet verlagert und alternative Menschen immer weniger auf der Straße repräsentativ sind und das Stadtbild (mit-)prägen. Und damit meine ich nicht unbedingt Punks die sich durch das Stapeln von Bierdosen hervortun und es mit einem Foto für Internet-Plattformen wie abgefuckt.de festhalten.

Es ist schade, dass viele Menschen ihre kulturellen Ausflüge auf das Wochenende beschränken. Menschen die Bewusst leben, müssen die Woche nicht auf das Wochenende reduzieren, sondern erleben tagtäglich Dinge die beachtenswert sind. Stell Dir nur vor, was für eine verschwendung das ist. Das sind nur etwa zwischen 2/7 und 3/7 von dem was uns am Leben zusteht. In diesem Sinne: lebe jeden Tag als sei es Dein Letzter! Scheiß doch auf diese Erwachsenen-Kultur, die uns vormacht wofür wir leben. Das ist nicht wozu wir geboren sind! Wir sollten aufhören den allwöchentlichen Ärger am Wochenende zu feiern und uns überlegen, was wir im Leben wirklich wollen und welche Wege wir einschlagen um dahin zu gelangen. Und Ziele sollten nicht lediglich die nächste Kneipe von welchen wir uns von einem Wochenende ins nächste hangeln.

Leid sollten einer/einem (insbesondere wenn Mensch sich selbst zu diesen zählt) die chronisch gelangweilten tun, die ihre Langweile immer wieder bekunden und sich nicht bewusst sind was für ein kostbares Gut Zeit ist. Die ihre Zeit lieber damit verbringen Rundschreiben im Internet zu verfassen um andere von ihrer Langeweile wissen zu lassen, anstatt was gegen die Langweile zu tun. Die lediglich im Wochenende, wenn die Kneipen wieder geöffnet haben und die Konzerte steigen, eine Gelegenheit sehen der Langeweile zu entkommen. Das Leben ist zu kurz für Langweile. Wenn Du das nicht erkannt hast, dann hast Du es nicht verstanden zu leben und heißt jede Vorgabe von den Massen und den Medien, die das größtmögliche aus Deinem Leben sich nehmen wollen willkommen. Vergiss den ganzen Dreck und fange an zu leben. Wie wäre es ein Instrument spielen zu erlernen, ein Buch zu lesen, Dich weiterzubilden, Deine Klamotten selbst zu nähen, was an den bestehenden Herrschaftsverhältnissen zu ändern die Dir angeblich so missfallen... um nur einige Dinge zu nennen, die Du im nachgehen könntest - dann kommt auch keine Langeweile auf. Aber bevor Du dem nachgehen kannst, musst Du erst einmal Deines Lebens bewusst werden und Dich nicht auf das beschränken, was Dir am nächsten liegt oder auch überhaupt diese Dir erstmal bewusst werden bzw. Dir nahe gelegt wird.

Drogen

Es wäre toll, wenn die Menschen andere Formen von Spaß haben finden würden. Es erzeugen zwar nicht alle Drogen die in dieser Gesellschaft eingenommen werden eine körperliche Abhängigkeit, neutralisieren dafür aber Schritt für Schritt unsere Persönlichkeit. Und dennoch oder gerade deswegen (weil sie sowieso keine Persönlichkeit haben) gibt es viele Menschen , die ihr Geld und Zeit lieber in diese Scheiße investieren, die sie irgendwann ganz zerstören wird. Es ist ein sehr billiger und einfacher Spaß und es benötigt weder Mut noch Hirn, sich diesen falschen Abenteuer hinzugeben. Die Menschen betäuben sich mit den Drogen, damit sie mit dem Stress, dem sie jeden Tag ausgesetzt sind, ertragen können. Solange wir aber diese Substanzen zu uns nehmen, anstatt die Ursachen unserer Probleme, für welche in vielen Fällen das System und der Staat die Verantwortung hat, zu suchen, werden wir auch nichts an unserer Situation ändern können.

Und die wenigsten der selbst ernannten Staatsfeinde sind sich bewusst, welche Rolle der Staat und das System bei den Drogen spielen. Sie sind es nämlich vorgeben uns vor Drogen schützen zu müssen und uns den Konsum deshalb zu verbieten. In Wirklichkeit haben diese Verbote eine andere Wirkung. Sie sorgen dafür, dass jene Menschen, welche die Autorität des Staates in Frage stellen, sich bevormundet fühlen und dann aus einer Protesthaltung heraus Drogen konsumieren. Dies hat zwei Vorteile für den Staat. Diejenigen, die ihn als legitime Autorität ansehen und somit stützen, schützt er vor dem Konsum und diejenigen, welche die Staatsmacht in Frage stellen und somit eine Gefahr für die Mächtigen darstellen, stellt er ruhig bzw. in vielen Fällen zerstört er sie körperlich und psychisch mit Hilfe der Drogen oder zwingt sie in die Defensive durch die Kriminalisierung und Verfolgung der KonsumentInnen. Der Konsum von Suchtmitteln stellt keineswegs eine Rebellion dar, wie viele Menschen subversiver Szenen vielleicht meinen. Im Gegenteil, den Mächtigen gegen die er bzw. sie rebellieren will kommt es entgegen, denn indem er bzw. sie Drogen nimmt bringt Mensch sich in eine passive Rolle, wird inaktiv und denkt nicht darüber nach, wie aktiv Widerstand geleistet werden kann. Der Staat ist nicht gegen Drogen, denn sie helfen ihm die Massen zu kontrollieren und somit die Macht zu behalten. Das die Macht des Staates aber auch hier beschränkt ist sieht Mensch daran, dass er Tabak, Koffein und Alkohol nicht verbietet. Genau genommen, kann er diese durchaus gefährlichen Rauschmittel gar nicht verbieten, denn sie werden sowohl von der staatskritischen, als auch der staatstreuen Bevölkerung konsumiert. Zu erwähnen ist außerdem, dass der Staat, durch den Handel von Alkohol und Tabakprodukten, Steuergelder in Milliardenhöhe einnimmt.

Des weiteren sollten wir uns nichts vormachen der Drogen Verbindung zu den Tierversuchen. Drogen werden an Tieren erprobt und wenn Du die Gewohnheit hast Drogen wie Nikotin, Marihuana, Kokain etc. zu konsumieren und Dich immer noch eine Tierrechtlerin / ein Tierrechtler nennst, dann sollte Dir dringendst mal auf die Sprünge geholfen werden. Primaten, Hunde, Meerschweinchen und anderen Tieren werden verschieden dosierte Mengen an Drogen wie Nikotin und Kokain verabreicht, etwa während ihrer Schwangerschaft, um den Effekt von ihren Sprössling zu untersuchen. Und auch diese werden mit Drogen in Kontakt gebracht und in sinnlosen Test die Weiterentwicklung dieser ausgewertet. Aber auch Test in welchen die Substanzen nachdem die Tiere danach süchtig gemacht wurden, ihnen vorenthalten werden sind an der Tagesordnung, welche dann an Entzugserscheinungen wie zittern, fiebern, erbrechen und anderen äußerst unangenehmen Erscheinungen leiden. Die Liste der Abscheulichkeiten von Tierversuchen die mit Drogen zusammenhängen ist lange. Einst dürfte aber bereits an dieser Stelle klar sein: Durch Rauchen von Zigaretten und konsumieren anderer Drogen nimmt Mensch an das Leiden Millionen Menschen und Tieren teil. Ziehe nicht anderes, unschuldiges Leben mit ins Leiden aufgrund Deiner persönlichen Sucht. Sie können nichts dafür. Finde die Kraft und Courage eine Veränderung zum besseren herbeizuführen. Außerdem: wie kann Mensch die Tierbefreiungs-Bewegung unterstützen, wenn Mensch noch nicht einmal sich selber von seiner Sucht befreien kann? Deine Sucht finanziert Multinationale Konzerne, welche maßgeblich an der Ausbeutung von den Tieren beteiligt ist.

Insbesondere an Rauchen, schenken die wenigsten einen kritischen Gedanken und sehen es als völlig normale gesellschaftliche Beschäftigung an, welche wenn dazu genötigt sie damit rechtfertigen, dass es ihre eigene Gesundheit ist, welche zu Schaden kommt. Aber es ein Trugschluss ist, zu meinen dass Mensch selbst das einzige Sein ist, dass Mensch mit seiner Sucht schadet, denn die wenigsten denken dabei an diejenigen, die sie dazu nötigen passiv mit zu rauchen oder wohin die Gelder hin fließen, die sie für Suchtmittel ausgeben.

Für NichtraucherInnen ist es wirklich ärgerlich, insbesondere auf Konzerten den Zigaretten-Rauch ausgesetzt zu sein. Ich kann nicht nachvollziehen was an solchen ein Genuss sein soll. Tabak Stinkt. Das bleibt zwar letztendlich Empfindungssache und jeden/jeder selbst überlassen ob er sich diesen antun will, nur denken die wenigsten dabei an die Menschen in ihrem Umfeld, welchen sie dazu nötigen passiv mit zu rauchen. Du bist frei zu tun und lassen was Du willst, allerdings hört Deine Freiheit bei der Freiheit eines anderen auf. Nämlich die Freiheit zu atmen, welches meiner Ansicht nach höher gewertet werden sollte als der Konsum von Suchtmitteln. Zigaretten sind eine Regelrechte Pest für Nicht-RaucherInnen. Ich kann nicht in Worte fassen wir angewidert ich von dem Rauch, aber vor allem eure Rücksichtslosigkeit bin. Wobei ich niemanden unbedingt das Rauchen verbieten mag, es wäre schön wenn die Menschen selbst darauf kommen würden und ihren Konsum angemessen regeln und einstellen wenn sie in Gesellschaft von Menschen sind, die Schaden von diesen tragen. Schlimm genug, das ihr Eure eigene Gesundheit ruiniert, was ihr leichtfertig hinzunehmen tun scheint. Aber beruft Euch nicht auf dieses Argument wenn ihr in Gesellschaft anderer seid. Sei nicht so egoistisch und erkenne, dass es keineswegs nur um Deine Gesundheit geht. Vielleicht gibt es Menschen in Deiner Umgebung, die ihre Gesundheit bewahren wollen und unverschmutzte Luft vorziehen. Die Gegenwart von Rauchern auf Konzerten ist die Unangenehmste. Das Konzert wird ungenießbar, wenn Mensch vom vielen Rauch nach Luft ringt und sich winzige Splitter in Haut und Kleider bohren. Oder es gar Menschen gibt, die so blöd sind und sich eine Zigarette mitten in der Menge anzünden und es leichtfertig hinnehmen ihnen Verbrennungen zuzufügen. Du könntest ja auch auf die Zigaretten während den Konzert verzichten und Dich zur Abwechslung auch mal der Musik hingegeben, welche doch viel angenehmer und gesünder ist, als Deine Sucht. Und sollten Konzerte nicht ohnehin für der Musik und sozialen Austausch da sein, als für Konsum und engstirniges Verhalten. Tabak Stinkt. Und Du stinkst auch! Im Übrigen ist es Schlicht eine Verschwendung von Papier, Geld, Atem und Gesundheit.

Es geht hier nicht um den Verzicht auf Drogen, sondern um den verantwortungsvollen Umgang mit diesen und Rücksicht auf die Mitmenschen im Umfeld. Ich weiß, es tut verdammt gut auch einmal abzuschalten, gerade in Zeiten in denen es unmöglich scheint, was an den bestehenden Verhältnissen an denen Mensch zu Grunde geht was zu ändern. Aber wir dürfen unser Dasein nicht auf unseren Rausch bauen, sondern müssen bewusst leben und daran denken, dass wir Verantwortung für diese Welt tragen. Sowohl die, die was tun, aber vor allem die welche nichts tun, denn ihre Handlungslosigkeit und schweigen wird als Legitimation gezählt für das Tun und Handeln, derer die die Welt zerstören.

Äußerliches

Äußerliches ist oft überbewertet in dieser Gesellschaft. Auch unter Punks. Wir sollten anfangen unsere Masken abzulegen und uns mehr Mühe zu geben zu erkennen was einen Menschen ausmacht. Zumal Äußerliches vergänglich ist. Aber nicht die innere Schönheit eines Menschen, die sich in unseren Herzen einnisten. Es ist zwar schön wenn sich seine/ihre Persönlichkeit in der Äußerlichen mitwiederspiegelt aber zu oft bedeutet das, dass es ein Mangel an Persönlichkeit zeigt, denn es wird diktiert von Medien und den Massen, die keinen Platz für anders denkende vorsieht. Wir sehen alle gleich aus. Wir sprechen alle gleich. Sicherlich ist es schön auch Gemeinsamkeiten zu haben, aber Mensch sollte das nicht verwechseln mit dem Bestreben nach Bestätigung für etwas das Mensch nicht von Natur ist. Immer seltener kommt es vor das ein Gesicht durch Natürlichkeit besticht. Es ist ein regelrechter Schönheitswahn unter uns ausgebrochen, wenn ich mich so umschaue. Es wird sich geschminkt, die Haare zurecht gemacht und sich von den abgefucktesten Winkeln belichtet. Das was nachher zu sehen ist, ist an Künstlichkeit kaum zu übertreffen. Nichts dagegen seine bzw. ihre Kreativität an sein bzw. ihr Äußeres auszulassen, aber wir dürfen uns nicht auf solches reduzieren. Denn meisten Profilen ist eben nicht viel mehr als dieses Verhalten zu entnehmen. Daher sollte Mensch auch Kollektive wie Suicide Girls meiden, die nach Außen hin vielleicht vermitteln, sie würden Frauen bei der Selbstverwirklichung helfen, aber stützen viel mehr das Bild, sie sei ein Objekt. Denn nie hören wir sie zu sprechen, oder lesen von ihren Hintergrund Gedanken, sondern werden zu einem Betrachtungsobjekt.

Und Demonstrationen werden zu Laufstegen, sehen und gesehen werden. Aber bloß nicht in repressive Situationen hineingeraten, nachdem so viel Zeit mit dem Äußerem verbracht wurde. Profilieren ist das Wort, welches diesen Wahn am besten umschreibt. Aber magst Du Dich selbst denn nicht genug, ohne von Deinen Umfeld Akzeptanz zu erhalten? Schau Dich doch mal an.

Im Internet ist es unter Mädchen sehr beliebt geworden sich gegenseitig oder mit Selbstauslöser im BH und schmachtendem Blick ablichten zu lassen und sich dann auch noch leichtfertig abwertend zu bezeichnen, etwa als Huren oder Miststück. Wohin soll das noch führen? Es ist erschreckend, was Mensch an Selbstdarstellungen dieser Mädchen im Internet zu sehen bekommt, begleitet von den Kommentaren der Männer, die danach gieren, keine Manieren kennen und durch die abwertenden Bezeichnungen der Darstellerinnen zusätzlich ermutigt fühlen, Sätze wie: "Du bist ja heiß", "Darf man Dich auch anfassen?" oder "Dich würde ich auch nicht von der Bettkante stoßen" von sich zu geben. Sie sind zur Gang und Gebe geworden. Solche Sätze würden im echten Leben eigentlich in die Rubrik „widerliche Anmache“ fallen. Männer sollten lernen Ihre Schwänze zu kontrollieren! Und vor allem sich bewusst werden, das die „Trägerin“ der Brüste auch einen Verstand hat. Es ist ein Zeichen großer Beschränktheit die Frau auf das Äußerliche zu reduzieren. Und doch scheint es zur Normalität geworden zu sein. Es ist der Drang nach Selbstbestätigung auf ihrem Dekolletee welches sie zur Schau stellen. Aber nach tausenden Profilen, wenn nicht zehntausenden, verlieren auch sehr hübsch dekorierte Körperteile ihre Individualität. Wer unter diesen Umständen immer noch meint, das zur Schau stellen wäre eine besondere Form der Selbstverwirklichung, sollte vielleicht mal wieder ein gutes Buch lesen. Es passiert Frauen zur genüge, dass sie über ihre weiblichen Geschlechtsmerkmale definiert werden. Aber dass sie das noch stützen macht alles nur noch schlimmer. Damit ist nicht gemeint, dass Mensch sich in Lacken einhüllen sollte, denn es kann auch ein Zeichen von Selbstbewusstsein und eine Stärke zu seinen/ihren Körper zu stehen sein, aber dies sollte unabhängig davon wie er geformt ist sein. Die meisten die meisten Bilder sind so unreflektiert und enden als Wichsvorlagen für Personen, deren Existenz zur Erbärmlichkeit verdammt ist. Aber hier scheint niemand darüber nachzudenken.

Was auch kritisch Hinterfragt werden sollte, ist wieso in der Punk-Szene dieser Tage so viel mit Waffen, insbesondere Schlagringen posiert und auf hart gemacht wird. Dabei seid ihr PoserInnen längst nicht so hart wie ihr vorgebt zu sein. Unter der Woche geht Ihr in die Schule oder Eurer Arbeit nach und am Wochenende geht ihr unbeschwert feiern. Ich bin überzeugt davon, die meisten von Euch haben noch nicht einmal irgendwann einmal einen Schlagring benutzt, geschweige denn Grund dazu gehabt. Ihr glorifiziert Gewalt, während anderswo Menschen unter solcher leiden, tagtäglich Schläge bekommen und Hände über leeren Tellern falten. Da tut sich mir die Frage auf was von Gestalten wie Euch zu halten ist. Zeigt mir doch mal ein wahres Ghetto! Und wenn ihr nicht wisst, wie ein solches aussieht, dann geht doch mal in eines der Südamerikanischen Slums und seht, aber vor allem spürt selbst, dass es an Gewalt nichts Gutes gibt. Bin mal gespannt wie viele von Euch dann noch mit dem Schlagring auskommen mit dem ihr so hingebungsvoll posiert und zu allen Überfluss mit Diamanten oder gewaltfreie Wesen wie Vögel ziert. Nichts gegen Selbstverteidigung, aber es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen Selbstverteidigung und Verherrlichung von Gewalt. Würdet ihr selbst die geballte Gewalt eines Schlagrings zu spüren bekommen, würdet ihr schnell merken, dass es nichts herrliches an einen solchen gibt. Menschen die diese für gut befinden, haben entweder keinen anderen Ausweg oder sind schlicht herzlose Arschlöcher. Aber ihr scheint darüber nie einen Gedanken verschwendet zu haben, während ihr so unreflektiert Gewalt glorifiziert. Gewalt ist der Welt keine Zukunft, sondern derer, insbesondere ihrer Gesellschaft Untergang, denn wer Gewalt sät... ihr wisst schon. Sollten wir nicht viel mehr etwas repräsentieren, dass den Respekt unserer Mitmenschen wert ist, anstelle von dem der von Angst hervorgerufen wurde. Schon ein demonstratives Lächeln kann viel bewirken und so manchen unserer vermeintlichen Feinde das fürchten lehren, denn Liebe hält eine Kraft inne, die viel gewaltiger ist als die Gewalt mit der ihr so leichtfertig umgeht.

Auch der Selbstmach-Ethos, dem alternative Kulturen eigentlich verschrieben sein sollte ist nicht mehr wahrnehmbar, sondern wurde abgelöst von den Warenkörben der vielen Vertriebs- und Versandadressen die sich mit begriffen unserer Subkultur etikettieren. Wo doch selbst gemachte T-Shirts und Aufnäher nicht nur günstiger sondern auch noch viel authentischer sind. Früher hatten wir das Verlangen nach der Freiheit und sie uns so gestalten wie wir sie wollen. Heute verlangen wir nach 12 verschiedenen Formaten und das Recht sie uns zu kaufen. Das beliebt sich heutzutage Freiheit zu nennen. Je mehr wir versuchen die Wildheit und die anderen Eigenschaften alternativer Kultur zu kaufen und uns mit nutzlosen Konsumgütern umgeben, desto mehr sterben wir im Elend der verpassten Chancen und dem abgrundtiefen Gefühl der Enttäuschung. Der Tag an dem wir aufhören zu konsumieren und die klischeehaften Szene-Eblemes ablegen, ist der Tag an dem wir anfangen zu leben.

Tiere

Ein wohl sehr umfassendes Thema, ist die Rolle der Tiere in unserer Gesellschaft, die meistens leider nur in den Kühlregalen unserer Supermärkte Platz finden. Es wird verdrängt was das Zeug hält, denn wenn das Ausmaß des Grauens welches wir dem Produkt im Kühlregal bereitet haben unsere Herzen erreichen würde, wären wir nicht mehr dazu imstande uns als Zivilisiert anzusehen. Jede/-r der sich als bewusst lebenden Menschen ansieht, sollte sich wenigstens mal mit dem Leben anderer befassen, die er in seinem / sie in ihrem Leben beeinflusst. So umfassend das Thema auch ist, der Kern ist im Grunde einfach: Leben und leben lassen! Viele meinen, dann müssten sie sich ja gleich das Leben nehmen um andere Leben nicht ins mitleiden zu ziehen (was viel mehr eine zynische Bemerkung um diejenigen die sich darum bemühen zu diffamieren, als ihr ernst ist), aber sie haben die eigentliche Aussage vorherigen Satzes nicht verstanden. Den es geht gar nicht darum auf das Leben zu verzichten, sondern versuchen ohne Grausamkeiten zu leben wann- und woimmer möglich. Es ist oftmals schlicht nicht nötig, aber wir leben dennoch aus Gemütlichkeit auf die Kosten anderer Leben, was wir mit faulen Ausreden mit den die Gesellschaft uns von der Geburt an in die Wiege legt versuchen zu rechtfertigen. Viele reden von Freiheit, doch die wenigsten denken daran, dass die Grenze ihrer Freiheit, die Freiheit eines anderen ist. Insbesondere Tiere wird diese selten zugesprochen. Aber solange Deine Freiheit auf die Unterdrückung anderer beruht, wirst auch Du nicht frei sein, denn ihr seid abhängig von ihrem Leid. Meinst Du, Du bist ganz allein? Kannst machen was Du willst? Das niemand merkt wenn Du andere Leben quälst bzw. quälen lässt, indem Du für das Stück Fleisch oder andere tierliche Produkte Dein Geld an der Kasse hinterlässt? Doch Handlungen liegen offen, sind klar einzublicken. Du kannst dich nur weiter in Deine Handlungen verstricken, denn jede Tat bzw. Untat fällt schwer ins Gewicht. Und es gibt keine Worte mit dem sich das viele Leiden, welches Du den Tieren auferlegst rechtfertigen lässt, auch nicht das gemeinschaftliche Gefühl, das entsteht dadurch das Du nicht der/die einzige bist der davon profitiert. Wir alle tragen Verantwortung und sind Teil der Wahrheit die anderes Leben keine Ruhe sondern leiden lässt. Und Taten bleiben bestehen, lassen sich nicht verstecken, egal wie Dunkel die Zukunft ist in welche Du Dich mit den Menschen, die die Vorherrschaft der Welt an sich gerissen haben begibst. Tiere sind nicht unser. Nicht zum Essen, nicht zum Anziehen, nicht zum experimentieren. Und auch nicht Accessoires für Punks, etwa die Lederjacke oder das Leben welches sie an der Leine mit sich herumziehen um das Klischee eines Straßen-Punks zu erfüllen. Vorheuchlern ihm ein gutes „Herrschen“ zu sein, es aber anweisen Still zu sein, wenn sich der Hund nach Bewegung sehnt, damit sie in Ruhe ihr Bier trinken können. Und Leder tragt ihr, weil ihr meint damit "hart" zu wirken, aber es braucht weder Verstand noch Still. Den Leder ist nichts anderes als Haut von Tieren, deren Bezeichnung lediglich zur Verschleierung deren Herkunft dient. Wie würdet Ihr Euch fühlen, wenn Eure Haut Euch abgezogen würde um für die Eitelkeit eines anderen zu dienen? Und mit schlechten Slogans, geschrieben mit Typex endet? Jedes Wort Freiheit wird somit zur Heuchelei. Legt Eure Ledermäntel, Nietenarmbänder und Lederstiefel ab! Dieser ganze Wahnsinn und Verbrechen die an Tieren begangen werden, werden für mich nie als normal oder gar „cool“ durchgehen. Und ihr werdet bald merken, dass es mehr Menschen gibt, die ähnlich empfinden, Euch Unbehagen bereiten und letztendlich dieser Mode ein Ende setzen werden. Dennoch ist die Rolle der Tiere unter den Punks weit verbreitet, aber anscheinend sich nie damit kritisch auseinandergesetzt. Vielleicht auch weil, diese selten als eigenständiges Leben angesehen werden, sondern viel mehr als Mode-Accessoire, wie etwa die Nietenkjacke oder Stiefel. Dabei sind wir keine primitiven Jäger aus der Steinzeit, wir haben es nicht nötig uns in Tierhäute zu hüllen. Lediglich aus Eitelkeit tun dies manche Menschen noch.

Tiere empfinden Schmerz und Angst, so wie wir Menschen es auch. Würden wir ihrer Situation ausgesetzt wären wir einer Reizüberflutung dieser Empfinden erlegen. Gegenwärtig werden Tiere in Massenvieh-Anlagen mit Stromschlägen versetzt, in Eierproduktions-Anlagen verhungert lassen, in Versuchslaboren vergiftet und verstümmelt, in Fischnetzen erstickt, im Zirkus geschlagen, für ein Leben lang in ein Käfig eingesperrt und auf andere Weise all das verwehrt was für die Natur für sie vorgesehen hat. Dabei sind Tiere genau so wenig für uns da, wie Schwarze um Weiße oder die Frau dem Mann zu dienen. Tiere sind nicht unser Eigentum und dazu da von uns gegessen, getragen oder für noch niedrige Beweggründe wie der Unterhaltung von uns missbraucht zu werden. Sie haben einen eigenen Willen. Ich habe die ganzen Argumente, die eher Ausreden gleichkommen satt. Statt sich ernsthaft mit dieser Thematik auseinander zu setzen bemühen sich die meisten darum sich durch diffamieren von Minderheiten aus der Affäre zu ziehen und fühlen sich auf der sicheren Seite, da sie ja in der Mehrheit sind. Doch diese Mehrheit stützt sich auf Säulen von Gewalt und Unterdrückung. Deshalb erzähl Du mir bitte nichts von "Frei" sein. So lange andere Leben die Freiheit vorenthalten wird, wird keiner von uns je frei sein, denn tief in uns schlummert die Angst, dass diese maßlose Rechtslosigkeit gegenüber den Tieren nicht ohne Belangen ist. Du magst darüber lachen, aber das ist nur ein Zeichen von großer Beschränktheit, denn früher oder später wird sich das was wir der Erde antun an uns rächen.

Ein Tier ist ein wunderschönes Wesen, welches viele als so ungleich ansehen, dass es sich zum Töten eignet. Ein Tier ist ein Traum, welchen viele fürchten, weil er Frieden und Freiheit repräsentiert. Ein Tier ist ein emotionales Wesen, welches Schmerz und Angst empfindet. Ein Tier ist ein nicht-menschliches Leben, welches zerstückelt wird um auf unseren Teller zu enden. Ein Tier ist ein Wesen, dass lebt nur um zu überleben, welches der Mensch gegenüber eine Wahl hat, was er umbringen bzw. umbringen lassen kann um zu überleben. Insbesondere an das, was tagtäglich vor uns auf dem Teller liegt wird kein kritischer Gedanke verschwendet oder viel mehr geschenkt, sondern als völlig selbstverständlich angesehen. Doch dem Mensch fehlt es an zweierlei: Den physischen Merkmalen von natürlichen Karnivoren, sowie als auch den Instinkt, welche diese dazu bringt andere Tiere zu töten und ihren Körper roh zu verzehren. Tiere töten weil es in ihrer Natur liegt, wir hingegen tun das ohne jede Notwendigkeit. Frag Dich selbst: Wenn Du ein totes Tier am Straßenrand entdeckst, machst Du einen Halt um es zu verzerren? Bringt Dich der Anblick eines Vogels zum sabbern, während Du Dir vorstellst ihn mit bloßen Händen umzubringen, um ihn dann roh zu essen? Wenn "Nein" dann keine Sorge, der Mensch ist nun eben mal ein pflanzen-fressendes Wesen, ob es Dir gefällt oder nicht. Der Mensch wurde schlicht nicht dazu geschaffen Fleisch zu essen. Wir bezeichnen uns leichtfertig als Alles-Fresser; aber wir sind dies nur durch unsere eigene Wahl, nicht jedoch vom Grundbauplan her. Das geht vom Fehlen an Schneidezähnen und unseren kurzen Darmtrakt der zum Verdauen von Fleisch ungeeignet ist, hervor. Noch weniger als ans Tier, denken die meisten daran, dass über die Hälfte der weltlichen Getreideerzeugnisse an Nutztiere verfüttert werden, während jede Sekunde zwei Kinder an Unterernährung sterben. Mehr als 30.000 Äcker von Dritte-Welt-Länder dazu genutzt um Futter für europäisches Vieh anzubauen. Wer kann diese Verschwendung an unerlässlicher Grund-Nahrung rechtfertigen, wenn es zehn Pfund Getreide braucht um lediglich ein Pfund Fleisch herzustellen? Die Massentierhaltung dient nicht der Herstellung von Nahrung - sie zerstört sie. Das Monopol der Nahrungsmittelproduzenten übertrifft sogar das der Ölkonzerne.

Aber nicht nur für Essen werden Tiere ausgebeutet. Die wenigsten sind sich über das Ausmaß der Ausbeutung von der auch sie profitieren bewusst. Hinter verschlossenen Türen - tagtäglich sterben hinter verschlossenen Türen tausende von Tieren. Nicht für das Wohl der Menschheit, aber für die Wirtschaft. Es lässt sich kein Gewinn aus der Prävention von Krankheiten oder von wirklichen Heilmitteln machen. Der biomedizinischen Gesellschaft ist es gelungen im großen Still zu manipulieren und uns in den Glauben zu lassen, dass Tierversuche für das Wohl der Menschen dienen. Dabei gibt es inzwischen viel wirksamere Methoden Krankheiten zu erforschen und Gegenmittel zu finden. Aber wenn erstmal alle Krankheiten geheilt sind, dann lässt sich kein Profit mehr mit diesem Zweig machen. Deshalb setzt die Wirtschaft alles daran, diese Grausamkeiten als Wohl der Menschheit darzustellen. Um nur ein Beispiel zu nennen:

Link zum Video: http://www.youtube.com/v/ZpZ-j5OU6rQ

Das Huntington Forschungszentrum, Eigentum von "Huntingdon Life Sciences". HLS ist einer der führenden Europäischen Einrichtungen für Tierversuche mit Laboratorien unter anderem in Huntington in England und in New Jersey in den USA. HLS testet Produkte wie Haushaltsreiniger, Pestizide und Lebensmittelzusatzstoffe pro Jahr an rund 75.000 Tieren, von Ratten über Primaten bis zu Hunden. Diese Aufnahmen entstanden vorwiegend in der Abteilung für Versuche an Hunden, in welcher Ende 2000 eine Tierrechts-Aktivistin verdeckt recherchierte. Die Aufnahmen die sie machte hatten zur Folge, dass das Innenministerium der Einrichtung die Lizenz für die Durchführung von Versuchen an Tieren entzog, die strafrechtliche Verfolgung zweier Tierversuchslaboranten, sowie als auch einen nach haltenden Wertverlust von HLS ihrer Wertpapiere.

Mehrere Mitarbeiter haben zugegeben, dass die aufgenommen Szenen keineswegs Einzelfälle sind, vielmehr ist diese Grausamkeit an den Tieren (tragischer weise) tagtägliches Geschehen.

Viele der Substanzen die in Huntington's Forschungszentren getestet werden, wurden bereits anderswo getestet. Wegen ihrer passiven Natur und ihren Widerwillen zu Beißen werden vor allem Spürhunde für die Versuche eingesetzt. In anderen Laboren finden ähnlich grausame Geschehnisse statt.

Einer der Hunde, litt offensichtlich an einem Anfall und ist am verzweifeln. Der Abteilungsleiter wies den "betreuenden" Tieversuchslaboranten an den Zustand des Spürhundes nicht an die Aufsicht zu melden. Einige Tieversuchslaboranten genießen es offensichtlich sogar den Tieren Grauen zu bereiten.

Die Aufnahmen wurden auszugsweise an etliche Kunden von HLS gesendet. Viele von ihnen sagten zu, nie wieder Gebrauch von HLS ihrer Dienste zu machen.

Huntington konnte der Verstoß gegen 5 Tierschutz-Gesetzte nachgewiesen werden. Allerdings gelang es HLS sich von einem Schuldspruch frei zukaufen. "Frei", ein Begriff der den Tieren hingegen fremd bleiben wird.

Aktuelle Recherchen haben gezeigt, dass sich für die Tiere wenig gebessert hat. Tierversuche bleiben ein Verbrechen an den Tieren und ein Alptraum für diese. Die wenigsten aller Tiere verlassen diese Einrichtungen lebendig.

Reine Bösartigkeit oder Menschlichkeit, nenne es wie Du willst, es gibt Menschen die dies nicht hinnehmen und den verachtenswerten Machenschaften von Tierversuchslaboren ein Ende setzten werden.

Link zum Video: http://www.youtube.com/v/jEQEQk1KUeY

"Nehmt euch aller Tiere an, wo ihr sie leiden sehet, wo ein Unrecht an ihnen verübt wird! Setzt euch über Schimpf und Spott hinweg, den ihr dafür erdulden müsst. Denn damit tut ihr das Richtige!" - Franz Frank

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